Bericht vom Freitag


Unser zweiter Dublin-Tag!

Die Nacht verlief sehr ruhig und wir haben tief und fest geschlafen.

Wir entschlossen uns, hier im Hotel zu frühstücken. Mit 10 € pro Person ist ein umfassendes Frühstück für Dublins recht teure Verhältnisse wirklich gut. Hätten wir direkt über die Website des Hotels gebucht, wäre das Frühstück sogar inklusive gewesen!

Macht aber auch nichts! Michael wagte sich an die Blutwurst .... gewöhnungsbedürftig!

Dann machten wir uns auf, um in der O'Connell-Street einen Hop- on- Hop- Off- Bus zu buchen. Für uns 3 € mehr pro Person ( also 22 € insgesamt), gilt das Ticket nun für 2 Tage. Ideal, um Dublin umfassend kennen zu lernen.
Wir fuhren also erstmal einige Stationen an und merkten uns, was wir später noch gerne vertiefen wollten, beispielsweise das Immigration Museum oder die National Gallery. Der Bus war gut besetzt

Statements heute:

1. Die Iren sind immer noch sehr nett. Besonders die Busfahrer. Die singen sogar während der Fahrt. Laut!
2. Es regnet viel, aber nicht den ganzen Tag.
3. Die Häuser mögen noch so heruntergekommen wirken, die Haustür ist es nicht!
4. Der kleinste Pub Dublins (vielleicht sogar der Welt) namens Dawson Lounge, bietet Platz für 20 Leute!

Erster Stopp für uns war das Trinity College, der 1592 gegründeten Universität mit einem historischen Campus und wunderschönen ehrwürdigen Gebäuden. Das "Book of Kells" ( eine illustrierte Handschrift, vermutlich aus dem 8./9. Jahrhundert) konnten wir uns leider nicht ansehen. Die Schlange war einfach zu lang!

Überhaupt Karfreitag! (Good Friday): Während in Deutschland an diesem ernsten Feiertag die Bürgersteige hochgeklappt werden, tobt hier das Leben. Ob das nur wegen der Touristen (Wo kommen nur die ganzen Spanier her?) gemacht wird? An sich ist die Republik Irland und somit auch Dublin mehrheitlich katholisch.

Nach unseren Aufenthalt im College hatten wir Teedurst. Und so gingen wir über die Grafton Street und tranken dort oben ( auf dem Dach von Marks and Spencer) in einem Cafe etwas.

Danach guckten wir uns noch die umliegenden Straßen an. Besonders gut gefiel uns die George's Street Arcade, eine überdachte Passage aus rotem Backstein, die 1881 erbaut wurde. Dort gab es viele kleine Geschäfte, am witzigsten war das einer Wahrsagerin!

An der Dame Street stiegen wir wieder in den Bus, es hatte zu regnen begonnen, und ließen uns an den folgenden Sehenswürdigkeiten vorbeifahren:
- Guinness Store-House
- Phoenix Park (einer der größten innerstädtischen Parkanlagen. Dort befindet sich u.a  die Residenz des irischen Präsidenten)
- Kilmainham Gaol (Dubliner Gefängnis, heute Museum)
- Jameson Whiskey Distillery (1780 gegründet)

Am Schluss stiegen am GPO (General Post Office) an der O'Connell Street) aus.

Dort gibt es eine faszinierende Ausstellung plus Film über den Osteraufstand 1916, bei der irische Freiheitskämpfer die englische Besatzungsmacht herausforderten. Der Anführer Patrick Pearse proklamierte die Unabhängigkeit Irlands. Innerhalb weniger Tage wurde dieser Aufstand von den Briten blutig niedergeschlagen und die Anführer später hingerichtet. Wenn auch nicht erfolgreich, war dieser Aufstand ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu Irlands Unabhängigkeit und gleichzeitig die Geburt der IRA.

Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel (mal wieder Tee), gab es später dann noch bei Toddy's Abendessen (Suppe für Michael, Salat für mich) und anschließend noch einen kleinen Abendspaziergang bis zur Ha'pennybridge (Fußgängerbrücke aus dem Jahre 1816) und zurück.

So, und bevor mir jetzt die Finger abfallen, beende ich den Tagesbericht lieber mal!


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